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Apollonius von Tyana

So sieht die Geschichte für die harten Konspirationisten aus: nur Leichtgläubige - und damit der größte Teil der Menschheit - halten Jesus Christus den Wunder vollbringenden Erlöser, den uns unsere Pastoren einen jeglichen Sonntag verkaufen wollen. In Wirklichkeit war der Messias und Gründer des Christentums Apollonius von Tyana, eine schillernde Gestalt aus der Zeit um die Zeitenwende, Magier, Guru, Wunderheiler

    Für die Armen und Bedürftigen, für die mit traurigem Herzen und krankem Körper, hatte er stets ein Wort des Mitgefühls. Viele heilte er durch die Berührung seiner Hände. Er konnte eine betrübte Seele mit seinem Blick durchdringen, ihre Vergangenheit sehen und eine neue Richtung anbieten. In Rom erweckte er ein junges Mädchen auf dem Weg zu ihrem Begräbnis vom Tode. Er trieb Dämonen aus und konnte jenseits von Zeit und Raum sehen. Die Bürger von Ephesus warnte er vor einer kommenden Seuche und befreite die Gegend später davon. Er sah das Abbrennen eines Tempels in Rom und die Ermordung des Kaisers Domitian in dem Moment, als dies geschah, obgleich er an einem entfernten Ort war. Menschenmengen scharten sich um ihn, um die Worte dieses Mannes zu hören, der die Seele anzusprechen verstand, in einer Zeit, da solche Stimmen selten waren. (Bette Stockbauer, Apollonius von Tyana)

Apollonius - der wahre Jesus

Zu den glühenden Anhängern von Apollonius gehören unter anderem

Apollonius war leider zu mutig, zu fundamentalistisch und zu kommunistisch - zu pythagoreisch, daher bei den Herrschenden ziemlich unbeliebt. Also veranstaltet Konstantin im Jahr 325 nach Chr. das Konzil von Nicea, um dort das Christentum komplett umzudeuten: Apollonius wird geleugnet, alle Lebenszeugnisse werden vernichtet, Bibliotheken wie die von Alexandria abgefackelt um Schriften und Lebensspuren auszulöschen. Schließlich wird – hier sind die Skeptiker unterschiedlicher Ansicht - Apollonius auf dem Konzil durch einen bis dahin unbekannten „Jesus Christus“ ersetzt bzw. als nächste Inkarnation von Christus gedeutet.

    Der Jünger Jesus (24 v. Chr. bis 9 n.Chr.), jetzt der Meister Jesus, wurde in Palästina als Eingeweihter dritten Grades geboren. Als er diese Inkarnation am Kreuz verließ, war er Eingeweihter vierten Grades. In seiner nächsten Inkarnation als Apollonius von Tyana (16 bis 97 n.Chr.) wurde er ein Meister (ein Eingeweihter 5.Grades). Er starb in Indien. Die Strahlen von Apollonius: 6-1-1-2-7. ( Benjamin Creme )

  • der Kaiser Caracalla (regierte von 211 bis 217), der ein Heiligtum in Tyana dem Weisen zu Ehren errichten ließ,

    Der Meister Jesus ... erreichte seine höchste Vollkommenheit in seinem nächsten Leben als Apollonius von Tyana. Viele Menschen, die ihm in seinem Leben als Jesus gefolgt waren, lebten noch zur Zeit seiner folgenden Wiederverkörperung - und viele von ihnen waren davon überzeugt, daß Jesus wieder mitten unter ihnen weilte. Als Apollonius reiste er nach Indien, und dies legte den Grundstein für die Geschichte, die viele glauben, daß Jesus nicht am Kreuz gestorben sei, sondern nach Indien ging und dort in ehrwürdigem Alter starb. ( Peter Liefhebber )

Nur ein Buch überlebte diesen Vernichtungsfeldzug - in den Händen der Araber (die Päpste haben die Kreuzzüge veranstaltet, um dieser Exemplare habhaft zu werden): Das Leben des Apollonius von Philostratus. Apollonius ist allerdings nicht am Kreuz gestorben, sondern hat hundert Jahre bei bester Gesundheit gewirkt, von 4 vor bis 98 nach Christus (?)! Siehe dazu die Chronologien der Illuminati.

  • der Kaiser Alexander Severus (regierte von 222 bis 235) hatte eine Kapelle in seinem Garten, die er, wenn er nicht mit seiner Frau geschlafen hatte, morgens besuchte. In seinem Privatheiligtum standen nebeneinander die Statuen des Orpheus, Christus, Abraham und Apollonius von Tyana. (BBKL)

Wer war Apollonius wirklich? Gelebt hat er, soviel steht fest, und Flavius Philostratos hat tatsächlich in romanhafter Form das Leben des Apollonius beschrieben, offensichtlich neben Jesus Christus und einigen anderen einer der im frühen ersten Jahrhundert umherwandernden Magier und Wunderheiler. Apollonius wurde im Jahre 4 vor Christus in Tyana in Kappadokien geboren, studierte Pythagoras und lernte zu disputieren. Nach dem Studium verschenkte er sein Erbe, zog schweigend und kleinere Wunder tuend durch Kleinasien. Seine zweite, große Reise unternahm er von Tyana aus nach Indien, wo er bei den dortigen Gurus, den „Weisen vom Berg“ offensichtlich seine Magie perfektionierte und sich dann via Libyen nach Ägypten begab, wo er zum kaiserlichen Berater von Vespasian avancierte. Nach dessen Tod im Jahre 79 betreute er dessen Nachfolger Titus ( In Zeugma am Euphrat, wo ihm der Partherkönig Vologaeses huldigte, ist T. vermutlich Apollonius von Tyana (s.d.) begegnet. BBKL)  weiter. Im Zuge seiner Wanderungen brachte er die Pest zum Verschwinden, trieb eine Vielzahl von Dämonen aus, entzauberte Hexen, ließ Achilles von den Toten auferstehen und vermochte mit seinen Moralpredigten zeitweise sogar die Aufmerksamkeit der Athener zu fesseln. Nach einem Leben voller Dämonenaustreibungen, weiser Lehren, Wieder- erweckungen und vieler Wunder mehr verstarb Apollonius mit etwa 100 Jahren gegen Ende des ersten Jahrhunderts.

  • der Kaiser Aurelian (214 bis 275, regierte 270 bis 275), der nach seiner Eroberung von Tyana auf das Schleifen der Stadt verzichtete: wegen Apollonius (der nächste Kaiser, Tacitus, wird hier übrigens nach nur einem Regierungsjahr 276 ermordet)

So beschreibt das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon sein Leben:

    APOLLONIUS von Tyana in Kappadozien, neupythagoreischer Theosoph, Wanderprediger und Magier, * um 3 n. Chr. in Tyana, † um 97 vermutlich in Ephesus. - Der Neupythagoreer Philostratus verfaßte nach 200 im Auftrag der Julia Domna, der Gemahlin des Kaisers Septimius Severus, eine 8 Bände umfassende Biographie des A. v. T., einen religiös-philo- sophischen Tendenzroman ohne historischen Wert. Er zeichnete das dem Geschmack seiner synkretistischen Zeit entsprechende Idealbild eines mit Wunderkräften ausge- statteten vollkommenen Weisen - bewußt oder unbewußt - als Gegenstück zu dem biblischen Christus der Kirche. Der Statthalter Hierokles († nach 308) von Bithynien und spätere Präfekt in Ägypten, ein heftiger Gegner des Christentums, vergleicht Jesus und A. v. T. miteinander und weist dem heidnischen Wundertäter die unbedingte Überlegenheit zu.

    Dem römischen Statthalter in Bithynien, Hierokles von Nicomedia, diente er 304 als lichte Gegengestalt zu den damals immer frecher werdenden Christen, was, neben der Tatsache, dass er ohnehin Heide war, die Abneigung der orthodoxen Kirche etwa eines Eusebios immer größer werden ließ.