Home
Verschwörung
Freimaurer 2

Für die Mitglieder einer Bauhütte bestanden das Gebot der Verschwiegenheit hinsichtlich interner Fragen des Hüttenlebens sowie die Verpflichtung zur gegenseitigen Unterstützung, Treue und herzlichen Zuneigung. Im Gegenzug erfuhren sie die soziale, rechtliche und politische Absicherung durch die Bauhütte.

Die Lehrlinge und Gesellen erhielten eine praktische und theoretische Ausbildung. Durch einfache Rituale und Zeremonien wurden neue Lehrlinge aufgenommen. Durch die dabei abgegebenen Verpflichtungen versicherten sich die Bauleute ihrer Geschlossenheit und schützten ihr Wissen. Zudem brachte die Vereinheitlichung der praktizierten Rituale reisende Steinmetze in die Lage, sich in anderen Bauhütten auszuweisen, deren Privilegien zu genießen und um Arbeit nachzufragen.

Damit eine Bauhütte ihr Wissen auch an anderen Orten und in anderen Ländern ausüben konnte, genoß sie das Privileg weitgehender Unabhängigkeit von der jeweiligen landesherrschaftlichen Macht. Sie unterstand nach innen und außen zum größten Teil allein der Autorität des von ihr gewählten Meisters. Voraussetzung hierfür war die Anerkennung der Bauhütte durch eine größere Dombauhütte, wie beispielsweise die Haupthütte von Straßburg.

Obwohl geschichtliche Belege hierfür fehlen, scheinen diese Privilegien der Steinmetze auch ein Grund dafür gewesen zu sein, daß sich ihnen vor allem während der Aufklärungszeit des 17. Jahrhunderts vermehrt Nicht-Handwerker anschlossen (angenommene Steinmetze = accepted masons). Im Schutz der Bauhütte genossen sie den hohen Standard schöpferischen Könnens, geregelten und gepflegten Zusammenlebens, der freien Diskussion und die Unabhängigkeit von landeshoheitlichen Reglementierungen.“

Freimaurer haben natürlich immer mit Geheimschriften hantiert. Nebenstehend ein Beispiel für ein Freimaurer-Kryptogramm.

Als einer der Paten der Bewegung gilt Albertus Magnus (1193 – 1280), doctor universalis und Graf von Bollstädt. Der große Naturforscher und Philosoph, Lehrer des Thomas von Aquin und von Meister Eckart, stellte unter anderem Berechnungen an, die 250 Jahre später als Grundlage für die Bewertung der Kolumbus-Reise durch die Talavera-Kommission diente (siehe auch unter Kolumbus ). Der Legende nach hat er den Bauplan zum Kölner Dom geträumt und wurde damit zu einer Art Erfinder der Gotik. Als Rektor der Universität Köln soll er sich häufig auf der Dombaustelle aufgehalten haben. Er könnte damit direkt auf Umsetzung und auch Organisation der Bauhütten Einfluss genommen haben. Nette Legende, immerhin.

So definieren die Freimaurer selbst ihre Ziele:.

Einer der beeindruckendsten Gelehrten seiner Zeit war Albertus Magnus, der in Köln an der Universität lehrte. Ihm zu Ehren wurde vom bekannten Künstler Gerhard Marcks 1955 eine Bronzeskulptur geschaffen.

    Das Auseinanderstrebende in der modernen Welt suchen unsere Brüder im Rahmen des Bundes auf menschlicher und geistiger Ebene wieder zusammenzuführen. Wir verstehen die Freimaurerei als eine Stätte geistiger Auseinandersetzung und menschlicher Begegnung, in der auch festliche und fröhliche Geselligkeit ihren Platz hat. Aus dem besonderen Verhältnis zur Humanität und aus allgemeiner Menschliebe ist Wohltätigkeit ein Teil unseres Logenlebens. Durch regelmäßig stattfindende rituelle Zusammenkünfte arbeiten wir an unserer geistigen Vertiefung und sittlichen Entwicklung. Um dabei nicht in einen "Elfenbeinturm" zu geraten, haben wir es uns zur Tradition werden lassen, auch die wichtigsten Ereignisse in Kultur und Wissenschaft sowie in Wirtschaft und Politik ständig aufmerksam zu beobachten. Die Loge ist so für uns eine Bildungs- und Erlebnisgemeinschaft.

Daran ist ja prinzipiell nichts auszusetzen. Im Gegenteil. Aus Sicht der Verschwörungstheorie ist dies natürlich nur Teil des großen Plans, das Wahre Gesicht der Freimaurerischen Verschwörung zu verbergen! Wie wir gesehen haben, leiten sich sowohl Freimaurer als auch Illuminaten aus Traditionen ab, die im Wesentlichen im achtzehnten Jahrhundert begründet wurden. Aus Sicht der Verschwörungstheoretiker greift diese Erklärung natürlich zu kurz: Die wahre Geschichte der weltweiten Verschwörung beginnt viel früher ...

Albertus Magnus wurde 1193 in Lauingen geboren und starb am 15.11.1280 in Köln. Er gehörte seit 1223 dem Dominikanerorden an, lehrte in Köln, Hildesheim, Freiburg, Straßburg und Regensburg, auch an der Universität von Paris. Er wurde 1260 Bischof von Regensburg, kehrte aber 1262 nach Köln zurück.

Albertus Magnus gilt als einer der vielseitigsten Gelehrten des Mittelalters, durch seine Kommentare hat er die Werke des Aristoteles dem christlichen Abendland zugänglich gemacht. Er besaß für seine Zeit ungewöhnliche naturwissenschaftliche Kenntnisse.

Albertus Magnus wurde 1931 zum Heiligen und Kirchenlehrer erhoben