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Langbogen
Black Knight
Johann von Boehmen
Schlacht von Crecy

Den sensationellsten Auftritt hatte der Lang- bogen gleich zu Beginn des Hundertjährigen Krieges - literarisch verewigt mit Heinrich dem V. und der Schlacht von Azicourt bei Shakespeare und Johanna von Orleans - in der Schlacht bei Crecy (26. August 1346). Hier stehen sich Eduard der III. für England und Philipp der VI. für Frankreich gegenüber. Schauplatz ist das heutige Department Somme, nahe dem kleine Ort Crecy-en-Ponthieu. Prominent noch auf englischer Seite ist Eduard, der Schwarze Prinz , später Prince of Wales, erst 16 Jahre alt und der Sohn des dritten Eduard, und als berühmtester Teilnehmer Johann von Böhmen , Sohn Kaiser Heinrich des VII., wichtiger Anhänger Phillips, Kommandeur einer berittenen Abteilung und - seit 1340 blind. Er fiel in dieser Schlacht.

In dieser Schlacht besiegten englische Langbogen und Fußsoldaten ein klassisches - französisches - Ritterheer mit Rüstung und Armbrust. Nicht weniger als 11.000 Bogenschützen hatten die Engländer aufgeboten, und die schafften es, 4.000 bis 6.000 der 12.000 Ritter abzuschießen.

Der erste Feldzug Eduards III. in Frankreich, durch den Waffenstillstand von 1342 zum Stillstand gekommen, hatte keine strategischen Ergebnisse erbracht, wenn man von der Seeschlacht vor Sluis, dem Hafen von Brügge, absieht. Hier in der Scheldemündung, wo im Schutz vorgelagerter Inseln ein weiter natürlicher Hafen lag, hatten die Franzosen 200 Schiffe versammelt, die sie von so weither wie Genua und der Levante zusammengezogen hatten, um eine Invasion Englands vorzubereiten. Die Schlacht endete mit einem englischen Sieg, der die französische Flotte zerstörte und England zunächst die Vorherrschaft im Kanal gab. Die Schlacht war durch eine militärische Neuerung gewonnen worden, die zur Nemesis Frankreichs werden sollte.

Das war der »Longbow«, der lange Bogen, dervon den Walisern übernommen worden war und unter Eduard I. zum Gebrauch im Kampf gegen die Schotten im Hochland weiterentwickelt worden war. Mit einer Reichweite von bis zu 250 Metern und einer Feuergeschwindigkeit von zehn bis zwölf Pfeilen in der Minute bedeutete dieser Bogen gegenüber der Armbrust mit einer Feuergeschwindigkeit von zwei Bolzen in der Minute einen revolutionären militärischen Kraftzuwachs. Der Pfeil war fast einen Meter lang und galt bis zu Entfernungen von 160 Metern als zuverlässig. War auf weite Entfernungen die Durchschlagskraft des Langbogens auch geringer als die der Armbrustbolzen, so demoralisierte der fürchterliche Pfeilhagel doch jeden Gegner. Als Eduard zum Kampf gegen Frankreich rüstete, brauchte er zum Ausgleich für die zahlenmäßige Unterlegenheit einen waffentechnischen Vorsprung. 1337 hatte er unter Androhung der Todesstrafe jeden Sport außer dem Bogenschießen verboten und all den Handwerkern die Schulden erlassen, die sich mit der Herstellung der Bogen (aus Eibe) und der Pfeile befaßten.

Noch eine andere neue-Waffe kam zu dieser Zeit auf, die Kanone, aber sie setzte sich nur sehr langsam durch; sie war zunächst sehr viel unwirksamer als der Langbogen. Um 1325 war der »Ribaud« oder »Pot de fer« erfunden worden, wie die Franzosen diese neue Waffe nannten. Es handelte sich um ein kleines Eisenrohr, das mehr die Gestalt einer Flasche besaß und einen Eisenbolzen abfeuerte, der mit einer dreieckigen Spitze versehen war. Als ein französischer Stoßtrupp 1338 Southampton plünderte und niederbrannte, fiel ihm solch ein »Rimbaud« in die Hände, dazu ein gutes Kilo Schießpulver und 48 Bolzen.

Barbara Tuchman: Der ferne Spiegel, S. 77

Eduard III. wurde am 13. November 1312 in Windsor als ältester Sohn König Eduards II. aus dem Hause Plantagenet geboren. Er wurde zum König proklamiert, nachdem sein Vater 1327 abgesetzt worden war. Während der Minderjährigkeit Eduards wurde das Land formal von einem Regentschaftsrat verwaltet, tatsächlich aber von seiner Mutter, Isabella von Frankreich, und deren Liebhaber Roger de Mortimer beherrscht. 1330 ließ der junge König Mortimer hängen, verbannte seine Mutter und übernahm selbst die Herrschaftsgewalt. (Nebenstehend das Schwert Edwards)

“It was the year 1327, and the fourteen-year-old Edward was King of England. However, ruler of England, he was not, for his mother, Queen Isabella and his stepfather, Roger Mortimer took control and were in full command of all and sundry. Another bad period was to follow, the state of the country went into further decline and the English Monarchy had another battering.

On 24th January 1328, Edward was married to Philippa of Hainault. Almost immediately, his young bride was to give him his first child, a son, and yet another little Edward, later known as the, Black Prince. Edward was to mature quickly from this period of time.

For the expectancy of a English King, Edward was fortunate not to inherit his father's ways. He was a fine young man, tall and well built, athletic and strong and enjoyed competitive sports, unlike his father before him.   As time went on, he became increasingly popular and in 1330, at the age of seventeen, Edward showed his leadership by making the decision to rule as true King.  This was something that his mother and Mortimer hoped would never happen.

Driven by his agreeable popularity, Edward soon came to realise that the inexcusable deterioration of the country, caused by Mortimer and his Mother had to be stopped.  It was also becoming clearer to him that the dictating duo had done plentiful iniquitous deeds. The story goes that  he rode to Nottingham Castle, and via secret passageway, reached  Mortimer in his bedchamber and arrested him.  He forgave his mother and sent her packing with a pension to, Castle Rising in Norfolk.   Mortimer was tried and sentenced to hanging; but all the time he was alive, he remained a threat to Edward.  Hence, shortly after he was sent to Tyburn, he was murdered.  Edward allowed, Mortimer's followers to absorb into society. He granted Mortimer's Grandson with the restoration of his grandfather's titles.  The honour was returned later, when he became one of the Kings most faithful servants. By this time, Edward had become immensely popular, and even more so when he put style and glory from his success into the upper classes.

Knightly Chivalry was Edwards favourite sport; and it was not long before this developed into the real thing.  Edward rapidly developed a reputation as a great leader and commander of the English army.  His first battle was in Scotland, which gave him his first military Glory. But when he foolishly named himself as the King of Scotland, this upset the Scottish a little too much; he renounced this and tuned his military skills towards France. Little did he know that this was to be, the beginning of the hundred-year war.

His first step in the direction towards France, was when he boldly announced to be entitled to inherit the French crown, through the bloodline of his mother, Isabella of France, sister of Charles IV. The French did not recognise this, as Edward was from the female line.  When Charles IV died, his nearest male line heir was placed on the French throne; this was Edward's cousin, Philip VI.”
(Quelle)