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Über Deutschland

Madame de Stael:
Über Deutschland
Frankfurt am Main 1985

Germaine de Stael-Holstein, Tochter des Schweizer Bankiers und ersten bürgerlichen Finanzministers unter Ludwig XVI., Jaques Necker, wurde 1766 in Paris geboren und lebte bis 1817.  „Über Deutschland“ erschein 1813 im Lononer Exil, nachdem Napoleon die französische Auflage von 1810 hatte einstampfen lassen.

Das Land, das Mme. de Stael kennenlernte, war zu der Zeit noch ein deutlich sichtbares Ergebnis des Dreißigjährigen und der nachfolgenden Kriege. So beschreibt Jaques Barzun in seinem Wälzer FROM DAWN TO DECADENCE. 500 YEARS OF WESTERN CULTURAL LIFE die Situation:
„The battles, the sieges, the marches and countermarches devastated large parts of Germany, depopulating villages, reducing towns to poverty and the numerous states to perpetual weakness. The upshot was that for the next two centuries the disunited Germanies were the theater of war, the indicated playground for the European powers to fight out their dynastic rivalries. The Germans were the people without a country. To others they seemed – and partly were - dull, patient, defenceless drudges, their heads full of fanciful dreams and murky philosophy, and their art, language, and manners backward and coarse. A time came when the memory of this long humiliation strengthened the resolve to show the world the opposite of all these sheeplike traits; the docility imposed in the 17C and 18C generated the self-discipline, civic duty, and military might of the 19th and 20th.”
(Barzun, S. 178)

“Die Schlachten, die Belagerungen, die Auf- und Rückmärsche verwüsteten große Teile Deutschland, entvölkerten Dörfer, trieben Städte in die Armut und zahlreiche Staaten in dauerhafte Schwäche. Im Ergebnis wurden die auseinandergerissenen deutschen Länder zum Kriegsschauplatz, der angesagte Spielplatz, auf dem die europäischen Mächte ihre dynastischen Rivalitäten austragen konnten. Die Deutschen waren ein Volk ohne Land. Für andere schienen sie – und waren es auch teilweise – langweilige, geduldige, wehrlose Arbeitssklaven, die Köpfe voller abstruser Träume und düsteren Philosophien, und ihre Kunst, ihre Sprache und ihre Sitten waren rückständig und grob. Es kam eine Zeit, in der die Erinnerung an diese lang andauernde Erniedrigung die Entwicklung verstärkte, in der sich der Welt das Gegenteil dieser schafsmäßigen Züge zeigte; die im 17. und 18. Jhdt. ausgeübte Gelehrsamkeit sorgte für die Selbstdiziplin, das Pflichtgefühl und die militärische Macht des 19. und 20. Jahrhunderts.“

Vor diesem Hintergrund erschlißt sich de Staels Sicht von Deutschland als einem finster-kaltem Walpurgisland mit weitgehend netten, aber unzivilisierten Bewohnern. Aus diesem düsteren Territorium ragen Inseln des Feingefühls, der Intelligenz und der guten Sitten empor, die – nach der einleitenden Beschreibung der germanischen Waldmenschen und Trolle – im Zentrum ihres Werkes stehen.
So geht es dann zum Beispiel zu den gelungenen Fürstengärten in Deutschland:

    „Also sucht die Phantasie der Bewohner des Nordens sich eine italienische Natur nachzubilden; und an einigen glänzenden Tagen des schnell vorübergehenden Sommers gelingt es einem manchmal sich zu täuschen.“ (S. 26) : Stimmt, ich kenne diese Tage auch ...

Diese Kälte, dieses nordische Klima, bringt eine raueren Menschenschlag hervor, dessen Reich die Einbildungskraft ist. Aber:

    „Die Öfen, das Bier, die Tabaksucht umgeben den einfachen Mann in Deutschland mit einer Art schwerer heißer Atmosphäre, aus welcher er nicht gern hervorgeht. [...] Entschlüsse reifen dabei nur langsam; Mutlosigkeit tritt ein, weil eine für die meisten ziemlich dürftige Existenz eben nicht geeignet ist, Zutrauen zum Glück einzuflößen; die Gewohnheit einer ruhigen, friedlichen Lebensart ist nicht die beste Vorbereitung auf die mannigfaltigen Zufälligkeiten des Lebens, so dass man sich lieber dem sicheren Tode unterwirft als den Schicksalen eines abenteuerlichen Lebens.“ (S. 33)

Auch die Geheimbünde haben es ihr angetan – sie sind ja im 18C der Hort der bürgerlichen Tugenden und Emanzipationsgelüste.

    „Man muß in Deuschland drei Arten von religiösen und philosophischen Sekten unterscheiden; erstlich die verschiedenen christlichen Gemeinden, welche besonders um die Zeit der Reformation, wo alles sich um die theologischen Fragen drehte, existiert haben; zweitens die Geheimgesellschaften; und endlich die Adepten einger besonderer Systeme, denen ein Mensch vorsteht. In die erste Klasse muß man die Wiedertäufer und die Mährischen Brüder setzen, in die zweite die Freimaurer, die älteste der geheimen Gesellschaften; und in die dritte die verschiedenen Gattungen von Illuminaten.
    Die Wiedertäufer [...]

Böhmische Brüder (Mährische Brüder), vorreformator. christl. Gemeinschaft, 1467 als 'Brüderunität' zusammengeschlossen. Die B.B. verneinten Eigentum, Eid, Waffendienst. Seit 1528 bildeten sie eine selbständige Kirche.

Die Freimaurerei ist in Schottland und Deutschland eine weit ernstere Institution als in Frankreich. Sie hat in allen Ländern existiert; es scheint indes, daß diese Gesellschaft ursprünglich aus Deuschland gekommen, dann von den Angelsachsen nach England verpflanzt und bei Karls I. Tode von den Anhängern der Restauration erneuert worden ist, die sich bei der St.-Pauls-Kirche versammelten, um Karl II. auf den Thron zurückzurufen. Man glaubt auch, daß die Freimaurer, vorzüglich in Schottland, sich einigermaßen an den Orden der Tempelherrn anschließen. Lessing hat über die Maurerei einen Dialog geschreiben, worin sein strahlende Genie sich ungemein bemerkbar macht. Er behauptet, der Zweck dieser Gesellschaft sei, die Menschen trotz der Scheidewände der Gesellschaft zu vereinigen; denn wenn in einer Beziehung der gesellschaftliche Zustand die Menschen durch Unterwerfung unter die Herrschaft der Gesetze vereinigt, so trennt er sie wieder durch die Verschiedenheiten des Ranges und der Regierung. Diese Brüderlichkeit, ein wahres Bild des goldenen Zeitalters, ist in der Freimaurerei mit vielen anderen guten und moralischen Ideen vermischt worden. Es läßt sich indes nicht verhelen, daß es in der Natur der geheimen Gesellschaften liegt, die Geister zur Unabhängigkeit hinzutreiben; aber diese Gesellschaftens ind der Entwicklung der Aufklärung sehr günstig; denn alles, was die Menschen von selbst und freiwillig tun, gibt ihrem Urteil mehr Stärke und Reichweite.
[...]

Karl II. England, 1630-1685

“Nach der Hinrichtung König K.s I. (1649) erklärten die Schotten K. II. zwar zum König, aber die Niederlage des schottischen Heeres gegen Oliver Cromwell bei Dunbar im September 1650 und ihre Folgen zwangen ihn, im Oktober 1651 aus England nach Frankreich und von dort im April 1656 weiter nach Spanien zu fliehen. Nach Cromwells Tod (3.9. 1658) und nachdem Cromwells Sohn Richard das Protektorat niedergelegt hatte (Mai 1659), schaffte George Monck, einer der Generäle Cromwells, die Voraussetzungen für eine Rückkehr K.s II.”

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Ihre Mitglieder teilen sich untereinander in zwei Klassen, nämlich in die philosophische und in die hermetische oder ägyptische Freimaurerei. Die erste befaßt sich mit der inneren Kirche oder der Entwicklung der Geistigkeit der Seele. Die zweite bezieht sich auf die Wissenschaften, namentlich auf die, welche sich mit den Geheimnissen der Natur beschäftigen. Die Rosenkreuzer unter anderen sind einer von den Graden der Maurerei; und die Rosenkreuzer waren in ihrem Ursprung Alchimisten.

Zu allen Zeiten und in allen Ländern hat es geheime Gesellschaften gegeben, deren Mitglieder das Ziel verfolgten, sich gegenseitig in dem Glauben an die Geistigkeit der Seele zu bestärken. Die Mysterien von Eleusis bei den Heiden, die Sekte der Essener bei den Juden waren auf diese Lehren gegründet, die man durch Preisgabe an die Spöttereien des großen Haufens nicht profanieren wollte. Vor ungefähr dreißig Jahren gab es zu Wilhelmsbad eine Versammlung von Freimaurern, an deren Spitze ein Herzog von Braunschweig stand. Diese Versammlung hatte die Reform der deutschen Freimaurer zum Gegenstand , und es scheint, als hätten mystische Meinungen überhaupt, und die von Saint-Martin insbesondere, sehr viel Einfluß auf diesen Verein gehabt.[...] Die geheimen Gesllschaften verfallen mit der Zeit; aber ihr Prinzip ist beinahe immer ein Gefühl des Enthusiasmus, das von der Gesellschaft unterdrückt wird.

Es gibt drei Klassen von Illuminaten: die mystischen, die visionären und die politischen Illuminaten. Die erste – als deren Oberhäupter Jacob Böhme und, im letzten Jahrhundert, Pasqualis und Saint-Martin betrachtet werden können – steht, durch mancherlei Bande mit der innersten Kirche, diesem heiligen Sammelplatz aller religiösen Philosophen, in Verbindung. Illuminaten diser Art beschäftigen sich einzig mit der Religion und mit der durch religiöse Dogmen gedeuteten Natur.
Die visionären Illuminaten, an deren Spitze man den Schweden Swedenborg setzen kann, glauben, daß sie durch die Willenskraft Tote erscheinen lassen und Wunder verrichten können. Der verstorbene König von Preußen, Friedrich Wilhelm, wurde durch die Leichtgläubigkeit oder duch die List dieser Menschen auf Irrwege geleitet. Die idealistischen Illuminaten verwerfen diese Visionäre wie Empiriker; sie verachten ihre vorgeblichen Wunder und denken, daß das Wunder der Gefühle der Seele den Sieg über alle übrigen davontragen müsse.
Endlich haben Menschen, welche keinen anderen Zweck verfolgten, als sich in allen Staaten die Macht beizulegen und sich alle Ämter geben zu lassen, die Benennung von Illuminaten angenommen. Ihr Haupt war ein Bayer namens Weißhaupt, der sehr wohl bemerkt hatte, welche Macht man durch Vereinigung der zerstreuten Kräfte von Individuen erwerben kann, wenn man alle auf ein Ziel richtet. Ein Geheimnis, worin es auch bestehen möge, schmeichelt der Eigenliebe der Menschen; und sagt man ihnen, daß sie etwas sind, was ihresgleichen nicht ist, so erwirbt man immer Herrschaft über sie. Der Menge ähnlich zu sein beleidigt die Eigenliebe; und sobald man bekannte oder verborgene Unterscheidungszeichen gibt: so kann man darauf rechenen, daß man die Einbildungskraft der Eitelkeit, die tätigste von allen, in Bewegung setzt.

Die politischen Illuminaten hatten von den übriegen Illuminaten nur einige Zeichen der Wiedererkennung angenommen aber zum Sammelpunkt dienten ihnen – nicht Meinungen, wohl aber Interessen. Es ist wahr, sie hatten den Zweck, die gesellschaftliche Ordnung nach neuen Prinzipien zu reformieren; indes bis zur Vollendung dieses großen Werkes wollten sie sich vor allen Dingen der öffentlichen Ämter bemächtigen. Eine solche Sekte findet in allen Ländern Adepten, die sich ganz von selbst in alle Geheimnisse einweihen; in Deutschland ist diese Sekte die einzige gewesen, die auf eine politische Kombination gegründet worden ist; denn alle übrigen sind aus irgendeinem Enthusiasmus hervorgegangen und haben die Erforschung der Wahrheit zum einzigen Zweck gehabt. (S. 713 – 716)

Der Wilhelmsbader Konvent von 1782

Der große Freimaurer-Konvent vom 16. Juli bis zum 1. September 1782 stellte den ersten gesellschaftlichen Höhepunkt in der kurzen Blütezeit des Wilhelmsbades dar. Ein Strom reicher und vornehmer Fremder füllte sämtliche Betten des Bades und seiner Umgebung und steigerte zur Freude des Erbprinzen den finanziellen Umsatz des Bades erheblich. Ansonsten blieb Wilhelm, der selbst kein Freimaurer war, den Bestrebungen des Ordens gegenüber skeptisch und vermied es, "an seinen Mysterien teilzunehmen".
In der hohen Freimaurerei waren Spaltungen aufgetreten. Deshalb hatte Herzog Ferdinand von Braunschweig, ein Waffengefährte Friedrichs des Großen im Siebenjährigen Krieg, einen Kongreß einberufen, und die Vertreter nahezu aller europäischen Logen rangen in dreißig geheimen Sitzungen um eine neue Einigung. Das Wilhelmsbad wurde zum Tagungsort erkoren, weil man sich unter den Scharen betuchter Kurgäste von nah und fern unerkannt wähnte. Außerdem war der Bruder des Erbprinzen, Prinz Carl, schon seit Jahren Logenbruder und trat auf dem Konvent sowohl als Provinzialgroßmeister für Oberdeutschland als euch als Vertreter des zurückgetretenen Provinzialgroßmeisters von Niederdeutschland auf. Auch der zweite Bruder des Erbprinzen, Prinz Friedrich, war Freimaurer.

Erbprinz Wilhelm hielt das Gedankengut der Freimaurer für unverträglich mit seiner Stellung als Landesfürst. Er kam seinen Brüdern zumindest soweit entgegen, daß er der 1778 in Hanau gegründeten und nach seiner Ehefrau benannten Loge Wilhelmine Caroline einen Schutzbrief erteilte. In dieser Loge hatte wieder einmal Adolph Freiherr von Knigge, ein Liebhaber okkulter Wissenschaften, seine Finger im Spiel. Später, als Landgraf von Hessen-Kassel ließ Wilhelm allerdings 1791 alle Logen in seinem Land schließen.
http://www.karussell-wilhelmsbad.de/ereignisse.htm

Herzog Ferdinand von Braunschweig-Lüneburg in der Robe eines Ritters des Hosenbandordens

Anlaß für die Initiative Gothas war die unsicher gewordene Situation des im Jahre 1783 als Reaktion auf den Wilhelmsbader Konvent gegründeten Eklektischen Bundes . Auch dieser hatte sich auf die Prinzipien der Freiheit und Gleichheit berufen und wollte seinen Reformversuch durch die Rückbesinnung auf die englische Tradition untermauern. Kritisiert wurde der Verfall der Freimaurerei, der "1) in der Einmischung fremdartiger Zwecke und besonderer Doctrinen; 2) in der eingerissenen Hierarchie; 3) in schädlicher Geheimnißkrämerei und 4) in dem zu geringen practischen Einflusse der FMrei auf das Wohl der Menschheit" gründe. Treibende Kräfte bei der Errichtung des Eklektischen Bundes waren die führenden Mitglieder der Logen Joseph zu den drei Helmen in Wetzlar und Zur Einigkeit in Frankfurt , besonders Bostell, Brönner, Ditfurth, Leonhardi und Noé du Fay. Diese Männer waren zugleich aktive Mitglieder des Illuminatenordens, was der neuen Vereinigung trotz ihres großen Anfangserfolges (Beitritt von mehr als 50 Logen in den ersten Jahren) den Vorwurf einbrachte, eine Tarnorganisation der Illuminaten darzustellen.
http://www.geheime-gesellschaften.de/BundderdeutschenFreimaurer.htm l

Vollständig hat sich die russische Freimaurerei herausgebildet im Juni 1771 in Sankt-Petersburg, als die erste russische Loge ‘Perfect Unity’ gestiftet worden war. Anfangs 1772 wurde vom Großmeister der englischen Freimaurerei der Provinzialgroßmeister für die St. Petersburger Logen Iwan Perfiljewitsch Yelagin (Senator und Geheimrat) bestätigt. Zu diesem freimaurerischen System gehörte der andere große russische Freimaurer Fürst G.P. Gagarin. Der spätere Zweig der russischen Freimaurerei ist französisch und geht ursprünglich auf den Begründer des Ordens ‘Elus Coëns’ von Martinez de Pasquales (Martines de Pasqually) (1727-1774) zurück. Von ‘Elus Coëns’ zweigte sich Louis-Claude de Saint-Martin (1743-1803) ab. Die andere Abzweigung von ‘Elus Coëns’ war die Richtung von Jean-Baptiste Willermoz (1730-1824), dessen Richtung in Rußland das System von P.I. Melessino annahm. Zum System der Avignoner ‘Illuminés’ von Pernety (‘Académie des Vrais Maçons’) gehörte in Petersburg Graf Grabianka und Admiral Peschew. Von deutschen Freimaurerrichtungen war in Rußland (St. Petersburg) zuerst (1770) das System v. Zinnendorfs (sog. ‘latae observantiae’), dessen Vertreter in Moskau (Loge ‘Apollo’) Baron v. Reichel war, ehemaliger Prinzenhofmeister in Braunschweig. Der berühmte Publizist dieser Zeit Nowicow war anfangs bei Yelagin, in der englischen Loge.
[...]
Der Wilhelmsbader Konvent 1782 ging bei der Lösung der Frage nach der Freimaurer-Religiosität in ‘Mystiker’ und ‘Rationalisten’ auseinander. Der Anlauf zur Zusammenführung der Freimaurer in Wilhelmsbad unter dem Banner der gnostisch-christlichen Erneuerung der Freimaurerei war nicht von Erfolg gekrönt. Der Konvent brachte ein ganz entgegengesetztes Ergebnis: er verstärkte die Reihen der radikal aufklärerischen und revolutionären Illuminaten und verschärfte die Auseinandersetzung zwischen ihnen und den gnostisch-mystischen Gold- und Rosenkreuzern, Martinisten und Illuminés. Nach Wilhelmsbad ging die Spaltung nicht nur in die Breite (zwischen den Illuminaten und den Rosenkreuzern), sondern auch in die Tiefe (zwischen Illuminaten und Illuminaten, Rosenkreuzern und Rosenkreuzern).
http://www.geocities.com/Vienna/Choir/5481/Geschichte.htm

Am 16. Juli 1782 wurde in Wilhelmsbad das Bündnis zwischen den Freimaurern und den Illuminaten besiegelt, der somit ca. 3.000.000 Mitglieder der führenden Geheimgesellschaften verband. Ein Abkommen des Kongresses in Wilhelmsbad bewirkte die Aufnahme von Juden in die Logen, die zu jener Zeit nur wenige Rechte hatten. Die enorme Expansion des Ordens führte zu Differenzen zwischen zwischen Weishaupt und Knigge. Weishaupt war gegen Knigges Methode neue Mitglieder zu werben, und dieser warf Weishaupt einen despotischen Führungstil vor.

Was bei diesen Treffen beschlossen wurde, kam kaum an die Öffentlichkeit. Alle Anwesenden hatten sich der absoluten Geheimhaltung verschworen. Der Comte de Virieu, einer der Freimaurer auf dem Kongreß, antwortete auf die Frage, ob er nicht ein paar Beschlüsse enthüllen könnte:
»Ich werde sie Dir nicht anvertrauen. Ich kann Dir nur sagen, daß dies ernster ist, als Du glaubst. Die Verschwörung, die hier im Gange ist, ist so perfekt ausgedacht, daß es für die Monarchie und die Kirche kein Entrinnen gibt.«
http://www.java-farm.de/a-netzwerk/illuminaten.php

Die Freimaurerei rechnet auch die alten Gnostiker unter ihre geistigen Vorfahren und ist der Meinung, auch gnostisches Gut in ihrer Architektur "verbaut" zu haben. Dabei steht die Annahme im Vordergrund, daß auch die gnostischen Schulen "Geheimbünde" und ihre Lehren "Geheimlehren" gewesen seien, was aber nicht durchweg den Tatsachen entspricht.
http://www.erkenntnis.org/neu/seiten/lexikon/lexikon_f.html

http://www.das-gibts-doch-nicht.de/seite500.php
In diese Pyramide sind heute alle Menschen unseres Planeten mit einbezogen, selbst die Anhänger der Kirchen.
Die andere Seite des Siegels ist ganz von der Zahl 13 geprägt. Die 13 ist die wichtigste Zahl der Freimaurer. Der Vogel, der abgebildet ist, hat in der linken Kralle 13 Pfeile, in der rechten einen Zweig mit 13 Blättern. Über ihm steht 'E Pluribus Unum' (aus vielen eines) mit 13 Buchstaben, darüber ein Davidsstern aus 13 Sternen und auf der Brust das Banner mit 13 Streifen, die die 13 Gründungsstaaten repräsentieren. Der 14. Gründungsstaat wurde bei der Gründung nicht angenommen.

http://www.loge-minerva.de/archiv/welt120201.pdf

Ihre Wurzeln haben die Freimaurerin den spätmittelalterlichen Steinmetzen und Baumeistern, die ihr technisches Wissen im Geheimen austauschten. Privilegierte Arbeiter, die damals als einzige in Europa herumreisen durften. 1717 gründeten vier Londoner Bauhütten die erste offizielle Loge. Die erste deutsche Freimaurerloge entstand 1737 in Hamburg. "Aber die Inhalte unserer Rituale sind wesentlich älter", sagt Rottgardt. "Sie haben ihren Ursprung in der ägyptischen Mythologie in der Gnosis des Altertums und in der Alchemie." Das erkennt man auch am Tempel. Trotz des humanistischen Gedankens der Gleichheit, einem zentralen Punkt in der Freimaurerei, ist die Sitzordnung streng hierarchisch gegliedert. Im mit einer Art Apsis versehenen Osten, dem Göttlichen, sitzt hinter dem Altar der Logenmeister auf einem großen, thronähnlichen Stuhl. Rechts und links von ihm Sekretär und Schatzmeister. Dem Meister gegenüber, im Westen, sitzt das Weltliche, zwei Aufseher, die "Vernunft" und "Gewissen" repräsentieren. Im Norden des Saales stehen die Bänke der Lehrlinge und Gesellen, im Süden die der Meister.

Another saintly visitor, it is said, came through the kingdom of Gundaphorus in the middle of the first century. Apollonius of Tyana is described as a deeply contemplative young man from southern Anatolia, with strong hints of the divine in his nature: the god Proteus -- noted for great wisdom, mutability, and ability to foresee the future -- had appeared to the pregnant mother of Apollonius to inform her of the child she would bring forth. Having concluded at an early age that, above the many gods of the Greco-Roman pantheon, there was one overarching god and that all living things shared in its existence, Apollonius set forth on extensive travels. As a respecter of all life, he was a vegetarian and condemned animal sacrifice. He took wine only as a libation to the sun, the one god. Shunning animal skins, he wore only linen.

Traveling further into India, Apollonius conversed with gymnosophists and was deeply impressed: "I have seen the [Brahmins] of India dwelling on the earth and yet not on the earth, possessing nothing and yet having all things." "We know everything, just because we begin by knowing ourselves; for no one of us would be admitted to the philosophy unless he first knew himself," said the Brahmins to Apollonius. When he left India after a four-month visit, sages told him he would be considered a god, not only after his death but in this life. He returned to Mesopotamia by sea.

Throughout, we are told, Apollonius was gentle, thoughtful of others, courageous, and simple. He worked many miracles and foretold many things to come. Toward the end of his life he demonstrated his courage and civic virtue. The tyrant emperor Domitian, whom he had boldly criticized for cruelties, had him arrested on charges of sorcery. In prison he miraculously freed himself from the fetters, to show that he could escape if he wished, but he chose to remain for trial.
Apollonius confronted Domitian, denounced him again for bringing the empire to ruin, and then vanished from sight. But he reappeared the same day among distant friends, to whom he held out his hand to be touched, as proof that "I have not yet laid aside the body." Domitian was assassinated while Apollonius was in Ephesus, and the holy man saw the event as if he had been present, shouting "Strike the tyrant!" His biographer says that "with regard to the manner in which he died, if he actually did die, there are many stories." According to one account, he disappeared into a temple on Crete, where heavenly voices sang out, "Leave the earth; come to heaven--come--come."
Julia gathered about her the most interesting men in the empire. One of her favorites was a writer named Philostratus. Apparently she suggested to him that Apollonius of Tyana deserved to be more widely known and might even replace in the hearts of her subjects the Jesus whom too many of them were beginning to worship. Philostratus claimed that he found, by great good fortune, the notes of Damis, who had held himself out as the constant companion of Apollonius.
The Acts of Judas Thomas and Apollonius of Tyana appeared at roughly the same time, early in the third century.
http://www.webcom.com/gnosis/thomasbook/ch6.html

Modellgeschichte ist Kulturgeschichte

http://www.muellerscience.com/NavStart.htm