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Narrative Muster in Computerspielen

Seminar II
07.333 Hauptankündigung im IfG II mit Öffnung für MK-

Tragödien, Epen, Ego-Shooter. Narrative Muster in Computerspielen

2st. Donnerstag 18-20 Phil 256/258, Beginn: 1.4. Klaus Bartels, Stephan Selle

Dass Computerspielen narrative Muster implementiert sind, darüber besteht in der Forschung weitgehend Konsens, aber um welche es sich handelt, ist strittig. Shigeru Miyamoto von "Nintendo" erfand Anfang der 80ger Jahre mit "Donkey Kong" (1983) die erste Computerspielserie, die Autor und Spieler als "Geschichte" empfanden. Ein großer Affe entführt eine blonde Frau und wird von einer Gestalt verfolgt, die später als "Super Mario" eine eigene Spielserie bekommt. Mit dem folgenden "Legend of Zelda" (1986) etabliert Miyamoto das epische Muster und damit endgültig narrative Spiele.

Diskutiert werden dramatische Handlungsmuster, märchenhafte Strukturen, magisch-epische Elemente etc. Diesen an der Literatur orientierten Positionen steht die Film-Fraktion gegenüber. Für deren Vertreter folgen die Computerspiele eher einer filmischen Narrativik (Abenteuerfilm, Cliffhanger, Werbung). Das Seminar wird die unterschiedlichen Positionen herausarbeiten und deren Tragweite an unterschiedlichen Spieletypen prüfen.
Einen ersten Überblick über die Thematik vermittelt das Themenheft "Computerspiele" der Zeitschrift "Ästhetik & Kommunikation", Heft 115, Winter 2001/2.
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